Wohin entwickelt sich die Gesellschaft, wenn politische Neugierde in der Befriedigung von Sensationsgier statt in überzeugender Aufklärung von Straftaten mündet? 43 Jahre nach dem Deutschen Herbst schweigen sich Opfer und Täter der RAF größtenteils an, das grausam laute Schweigen scheint nicht durchbrochen werden zu können. Dieses Buch wagt den Versuch, Biografien zu zeigen, wie sie unterschiedlicher kaum sein können und scheitert an dem Versuch, alle Parteien an einen Tisch zu bringen. Zwei Täter blicken auf ihren Weg, auf dem unter anderem die Entführung und Ermordung Hanns-Martin Schleyers liegt. Ein Blick auf die Schatten und Kehrseiten unserer Gesellschaft in einer unruhigen Zeit. 

Terrorismus als beachtliche Fallhöhe zwischen Macht und Untergang. Erhältlich ab Frühjahr 2020

Kann eine Gesellschaft stabil sein, in der grundlegende Zweifel an Institutionen, Universitäten, Behörden und Politikern gepaart mit Politikverdrossenheit vorherrschen? Die Terroristen der RAF, Staat und Medien führten sich im Deutschen Herbst in einem Wechselspiel eines absurden Theaters gegenseitig an Abgründe. Umgeben von Mythenbildung geben Kulturakteure und Zeitzeugen in diesem Buch Einblicke in ihre Erfahrungen und künstlerische Arbeit zum Thema Rote Armee Fraktion. Ein bewegendes Thema in hektischen Zeiten und aufkeimender Proteste einerseits, Unzufriedenheit und Lethargie andererseits.