Irrweg RAF. Bilder im Schatten der Eskalation 1977

Gemeinsam zeigen die Ikone der Stuttgarter Stadtfotografie – Horst Rudel – und Daniela Hillers neben philosophischer Gesellschaftskritik jene Bilder, die 1977 im Schatten der Eskalation der Roten Armee Fraktion entstanden sind. Bilder aus dem Alltag, die trauernden Mütter Baader und Ensslin in der Aussegnungshalle auf dem Dornhaldenfriedhof, der Trauermarsch für die ermordeten Begleiter Schleyers, spielende Kinder vor dem Gefängnis Stuttgart Stammheim.

 

Gelingt es uns, als Gesellschaft 52 Jahre nach der Gründung der RAF und 45 Jahre nach dem Deutschen Herbst dem Appell Manfred Rommels ("Nach dem Tode solle alle Feindschaft ruhen") zu folgen und zu leben?

 

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Als man mir den Stecker zog. Schule. Studium. Absturz. Mein Weg aus der Depression.

Und das soll's dann gewesen sein? Eine Depression ist ein harter Einschlag, aber nicht das Ende, wie Luca Bischoni eindrucksvoll beweist! Der Kampf mit sich und den inneren Dämonen ist eigentlich eine Versöhnung mit sich selbst. Es ist Zeit, die Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen anzugehen. Verfügbar Ende August 2022!

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Das grausam laute Schweigen der RAF. Ein Symptom unserer Gesellschaft?

Die Geschichte der RAF ist ein Kapitel des grausam lauten Schweigens, der Unsicherheiten und der unaufgeklärten Zusammenhänge. Auch nach 43 Jahren sind der Mord an Hanns-Martin Schleyer und seine Entführung, die auch im Mythos der Nacht von Stammheim mündete, in den wesentlichen Fragen unaufgeklärt. Nach einem Treffen mit Jörg Schleyer blickt Silke Maier-Witt im Gespräch auf Ihre Vergangenheit und die Gesellschaft, die sich im Kern nicht verändert zu haben scheint. Wie geht eine Autorin damit um, wenn der Versuch Opfer und Täter an einen Tisch zu bringen nach monatelanger Vorarbeit scheitert? Terrorismus als beachtliche Fallhöhe zwischen Macht und Untergang. 

 

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Ist das Kunst oder muss das weg? Die RAF im Spiegel von Gesellschaft und Kultur 40 Jahre nach dem Deutschen Herbst

Die Rote Armee Fraktion hat in unserem Land ein Schlachtfeld verstörender Bilder hinterlassen und die Frage danach, wie man mit gewaltsamem Aufbegehren umgehen sollte. Steht das Gespenst RAF für ewige Nostalgie der radikalen Linken oder auch für die Weigerung des Staates, alle Geschehnisse lückenlos aufzuklären? Kulturakteure und Zeitzeugen sprechen über ihre künstlerische Arbeit zur RAF. Eine Entmythologisierung, wie sie nur Kunst und Kultur bisher erzeugen konnte.

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